Das Heck entscheidet

Es dämmert und ich folge dem allgemein gültigen Rat den Heli ohne Zeitdruck sorgfältig zusammen zu bauen, auch wenn ich schon etliche Rexen montiert habe.

Auch beim Heck ist nicht eine Schraube fertig eingeschraubt. Alle Schrauben müssen mit Schraubensicherung neu fixiert werden. Nur bei der Pitchhülse hab ich etwas Lack gefunden, klug denn gerade Einsteiger vermuten hier sicher keine Verschraubung. Ich hatte Eingangs von roten Getriebezahnrädern berichtet. Meine sind nach wie vor schwarz. Ich hatte mir gleich welche als Ersatzteil besorgt, die sind rot. Achtung, hier gibt es verschiedene Setups mit unterschiedlicher Anzahl der Zähne (T) für noch mehr Heckperformance. Das ist meiner Erfahrung nach jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da der Starrantrieb von Align gerne mal zu Vibrationen bei hoher RPM neigt.

Aus diesem Grund sollte man der Anleitung folgen und das Kugellager im Heckrohr asymmetrisch zum Heck hin mit CA (Sekundenkleber) verkleben. Mit Silkonspray flutscht es gut ins Rohr rein. Besonders für Neulinge ist hier hohe Sorgfalt geboten. Das gilt für alle Teile am Heck. Fehler rächen sich hier garantiert! Beliebt ist auch das nicht richtige sichern der Madenschraube an der Heckrotrowelle. Auch eine falsch verbaute Lagerreihenfolge macht Vibrationen. Die können so heftig sein, dass Stahlschrauben brechen. Ich habe gerade erst einen 700 Nitro verloren. Den hatte ich gebraucht gekauft und er hatte schon ordentlich Kilometer runter. Das Heck hatte ich komplett erneuert, aber eben nicht die Schrauben, die den Blatthalter auf der Welle halten. Nachdem ich das Setup vom Motor im Griff hatte, bekam das Heck dann entsprechend Drehzahl und Performance zu spüren. Den Heli hat es ohne Vorwarnung einfach in der Luft zerrissen, denn das gesamte Heckrohr hat es in den Hauptrotor geschleudert. Echt spektakulär und teuer…

Bei der Montage des Heckrohrs in die Aufnahme am Frame sollte darauf achten, dass die Welle (Torque Tube) keinen Druck bekommt. Wenn man den Heckrotor bewegt sollten die Zahnräder bis zum Hauptantriebszahnrad etwas klackern, also Spiel haben. Nicht ohne Grund ist der Starrantrieb wieder out. Ein Starrantrieb ist von Natur aus fehleranfällig und die hohe Drehzahl ist gnadenlos! Align verbaut z.B. bei dem neusten Heli, dem 470, auch wieder ein Riemen.

Was mir nicht gefallen hat ist die Aufnahme der Heckrohrstütze aus Kunststoff. Sicher wegen Gewichtsersparnis oder als Sollbruchstelle, aber ich hatte die Unterlegscheiben vergessen und beim 2. mal Andrehen, war das Gewinde schon vergnadelt. Konnte durch eine etwas längere Schraube gefixt werden. Hier hätten Aluteile zum hochwertigen Gesamteindruck besser gepasst. Auch die Plastikösen der Heckstreben passen nur mit Spannung an die Basis des Frames. Hier sollte man mit einer Fräse das Teil etwas anpassen. Jegliche Spannungen am Heckrohr sollte man tunlichst vermeiden.

Auch die nackte Heckfinne hätte etwas Design vertragen können. Ich hab sie diesmal foliert, was mir nur bedingt gut gelungen ist (ich hasse folieren 🙂 Auch hier sollte man zuerst weiß und dann rot verwenden um eine knallige Farbe zu bekommen. Ich kann eine Heckfinne in Leuchtfarbe nur empfehlen. Ein einfaches Upgrade was gerade für Aufsteiger spürbar mehr Performance bringt.

Nochmal: Jegliche Vibrationen am Heck müssen beseitigt werden. Auf gar keinen Fall weiter fliegen!

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