Stayin alive!

Anfangs sollte der Kauf eines gecrashten Trex 700 nitro dfc nur ein Schnupperexkurs in die Welt des Verbrenner Helis werden. Aber schon schnell hat mich der Nitro Virus infiziert. Und so musste ich meine anfängliche Einstellung, günstig einen Nitro zusammenzuschrauben, teuer bezahlen 🙂 (siehe weitere Artikel hier auf der Seite). Nach dem letzten Crash, bei dem der Motor endlich gut lief und entsprechende Drehzahl lieferte, hat es den Heli zum 2. am Heck wegen Vibrationen zerfetzt.

Diesmal hab ich dann rigoros alles aus dem Heli geschmissen, was verdächtig aussah. Die Lager waren teilweise total ausgeleiert, was aber größtenteils erst nach der kompletten Demontage auffiel. Ich denke, dass gerade am Heck das der Grund für die massiven Vibrationen war. Im gleichen Zug hab ich alle Zahnräder bis auf das HZR gewechselt. Zuerst hab ich dem Heli ein Upgrade auf den neuen Align Rotkopf verpasst, aber optisch sieht der 2cm höhere Rotkopf einfach nur bescheiden aus. Ich finde die gedrungene und sportliche Optik des DFCs einfach klasse. Deshalb hab ich dann doch das DFC Setup genommen.

Auch wenn die Servos noch gut waren, so war mir die Nummer mit der 2 in 1 BEC Glow Einheit von Align zu heiß. Sie ist ja bekannt für Wackelkontakte und auf ein Hold wegen sowas hab ich einfach keine Lust. Kurzerhand hab ich mich für ein HV Setup direkt an 2s und 3 Graupner HBS 860 für die Taumelscheibe entschieden. Die Servos hatte ich schon in diversen 700er und sie haben wirklich eine geniale Leistung für wenig Geld. Allerdings sollte man sie nur mit einem Kondensator am FBL betreiben, weil sie für hohe Rückströme bekannt sind. Bei mir haben sie jedenfalls noch nie Probleme bereitet und im HV Setup fliegt sich der 700er deutlich knackiger. Am Heck arbeitet nach wie vor ein BK 7005. Der 2S Lipo hängt jetzt direkt am Microbeast und das 2 in 1 glüht jetzt nur noch.

Schwieriger war die Wahl eines HV Gas-Servos. Denn ein schnelles Heckservo muss ja mit der Standardfrequenz ansteuerbar sein, weil es am Gasausgang des FBL´s hängt. Hier kann man bekanntlich die Frequenz nicht ändern, so dass die meisten Heckservos stumpf die Arbeit verweigern. Trotzdem sollte das Servo schnell genug sein, um die entsprechenden Befehle des internen Reglers auch umsetzen zu können. Hier hab ich mit für das Graupner HBS 760 entschieden. Als Standardservo super schnell und erschwinglich, aber nur mit Karbonit-Getriebe und nicht ganz so kräftig, was hier natürlich nicht wichtig ist.

Ein weitere echte Hürde was das korrekte Setup´s des Failsafes auf dem Gasservo. Ich mußte den Gasweg umkehren, damit das Servo in die richtige Richtung steuert. Vorbildlich warnt meine DX9 mich und fordert mit zum neuen Binden des Empfängers auf, damit der Heli beim Verlust des Signal nicht mit Vollgas auf und davon fliegt. Beim Verbrenner ein wirklich wichtiger Punkt. Aber genau das war nicht möglich. Beharrlich ging das Gasservo nach dem Ausschalten des DX9 auf Vollgas. Nach etlichen Stunden und Recherche im Internet hab ich dann dieses Video im Netzt gefunden. Das Failsafesetup wird im Microbeast selbst bei der Programmierung auf das SRXL oder andere Protokolle festgelegt. Eigentlich auch logisch 🙂

Gestern war es kalt aber sonnig und windstill. Und siehe da, die Mühe und die Beharrlichkeit haben sich gelohnt. Der Motor Luft jetzt wie eine 1, das Heck läuft seidenweich und rastet sauber ein. Nur noch Tanken und fliegen! Der Sound, das dynamische Feeling auf Pitch und die Rauchfahne sind einfach genial…..

 

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