Trex 700XN final

So, der neu 700XN ist gestern Abend fertig geworden. Die Montage vom Heck  hat keine nennenswerte Neuerungen gezeigt. Typisches Align Heck mit Starrantrieb eben, wie es schon seit Jahren gebaut wird und was sich bewährt hat. Wer noch kein Align Heli zusammen gebaut hat, sollte penibel auf die Fixierung der Lager im Heckrohr achten. Sie müssen mit CA (Sekundenkleber) fixiert werden. Die Lager müssen danach wirklich frei laufen. Sollte CA rein kommen, muss man die Lager tauschen und darf sie auf gar keinen Fall wieder gängig machen! Auch die vorgegebene Position ist wichtig. Danach alles satt mit Silikonspray einfetten und ins Heckrohr schieben. Generell sollt man alle Schrauben und Lager vom Heck zweimal überprüfen. Kleinste Fehler rächen sich meist mit einem Totalschaden.

Anders als beim Riemen, verzeiht der Starrantrieb keine Fehler. Denn Vibrationen durch die Zahnräder, Lager und den Torque-Tube können das Heck regelrecht zerfetzen. Beim E-Heli hört man das in der Regel rechtzeitig, beim Nitro nicht. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man aus dem oben genannten Grund nur Heckrotor-Blätter mit maximal 106-110mm fliegen sollte. 115mm Blätter machen keinen Sinn, weil man mit einem Nitro eh mit höherer Drehzahl unterwegs ist (1600-1950RPM) und die großen Heckblätter kosten einfach bei bestimmten Figuren zuviel Power (Hurrikan, Funnel etc.).

Ich habe selbst als Nitro-Rookie einen Heli wegen schlechter Heckperformance und eines Lagerschadens gegroundet. Dabei hat die Vibration dazu geführt, dass die Schraube, die den Heckblatthalter auf der Welle hält, gebrochen ist! Die Unwucht hat das gesamte Heck in den Hauptrotor befördert. Spektakulär, Hackfleisch am Himmel!

Zurück zum 700 XN. Die Verschlüsse der Haube wurden von Align immer noch nicht verbessert. Die Gummis mit Splinten sind wirklich nicht mehr zeitgemäß und total unpraktisch. Wie immer helfen hier Tenax Schnellverschlüsse, die man günstig in der Bucht bekommt. Dafür müssen die Löcher der Haube allerdings etwas erweitert werden. Bitte keinen Bohrer nehmen, sondern am besten ein Schleifkörper mit einem Dremel benutzen, sonst reisst das GFK der Haube.

Überrascht hat dann doch das Gesamtgewicht des neuen Align Trex 700XN. Im Netz kursierten Angaben deutlich über den Herstellerangaben. Ohne Sprit, 2 in 1 BEC Einheit und 2s Lipo mit einem OS 105 wiegt meiner komplett mit Blättern und Haube 4498g. Align gibt ein Gesamtgewicht mit Lipo von 4540g an. Kommt also ganz gut hin. Im Vergleich zum alten 700n DFC ist der neue jedoch deutlich schwerer geworden. Mit einem OS 91 komplett ohne Lipo wiegt mein 700n DFC schlanke 4190g. Die Motoren haben nur einen geringen Gewichtsunterschied, so dass 300g mehr doch ordentlich zu Buche schlagen. Selbst mein Black Nitro 700 von SAB ist mit ca. 4250g ohne Lipo leer leichter.  Schade, denn voll betankt kommt der 700XN dann über die 5kg Marke.

Dafür hat der neue 700XN auch alles was Align aktuell zu bieten hat und wird den aktuellen Ansprüchen eines modernen Helis gerecht. Die Push-Pull Ansteuerung ist weg, das Heckservo liegt hinten und der Frame ist ultra schmal, was ein sehr schlankes Haubendesign erlaubt. Der Tank ist genau im Zentrum unter der Hauptrotorwelle und der Motor nach vorne gewandert, bravo. Kabel und Support-Technik lassen sich fast vollständig im Frame verbergen, was mir persönlich sehr gut gefällt und einen sehr aufgeräumtes Setup ermöglicht. Der Rumpf an sich ist jetzt deutlich höher und die Taumelscheibe verschwindet fast komplett unter der Haube, was die Seitenansicht und Sichtbarkeit des Helis deutlich verbessert. Bereits das Design der alten Haube war schon super und extrem gut sichtbar. Auch die neue finde ich sehr ansprechend und der Kontrast in der Farbgestaltung wird eine vergleichbar gute Lageerkennung ermöglichen.

Abschließend muss man einfach lobend erwähnen, dass Align sich überhaupt die Mühe gemacht hat einen völlig neu designten Nitro Heli auf den Markt zu bringen. Während das Thema Nitro in den letzten Jahren scheinbar tot war, hilft auch dieser Heli das Interesse am Verbrenner Heli zu erhalten oder ggf. sogar wieder zu beleben.

Danke Align!

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Stayin alive!

Anfangs sollte der Kauf eines gecrashten Trex 700 nitro dfc nur ein Schnupperexkurs in die Welt des Verbrenner Helis werden. Aber schon schnell hat mich der Nitro Virus infiziert. Und so musste ich meine anfängliche Einstellung, günstig einen Nitro zusammenzuschrauben, teuer bezahlen 🙂 (siehe weitere Artikel hier auf der Seite). Nach dem letzten Crash, bei dem der Motor endlich gut lief und entsprechende Drehzahl lieferte, hat es den Heli zum 2. am Heck wegen Vibrationen zerfetzt.

Diesmal hab ich dann rigoros alles aus dem Heli geschmissen, was verdächtig aussah. Die Lager waren teilweise total ausgeleiert, was aber größtenteils erst nach der kompletten Demontage auffiel. Ich denke, dass gerade am Heck das der Grund für die massiven Vibrationen war. Im gleichen Zug hab ich alle Zahnräder bis auf das HZR gewechselt. Zuerst hab ich dem Heli ein Upgrade auf den neuen Align Rotkopf verpasst, aber optisch sieht der 2cm höhere Rotkopf einfach nur bescheiden aus. Ich finde die gedrungene und sportliche Optik des DFCs einfach klasse. Deshalb hab ich dann doch das DFC Setup genommen.

Auch wenn die Servos noch gut waren, so war mir die Nummer mit der 2 in 1 BEC Glow Einheit von Align zu heiß. Sie ist ja bekannt für Wackelkontakte und auf ein Hold wegen sowas hab ich einfach keine Lust. Kurzerhand hab ich mich für ein HV Setup direkt an 2s und 3 Graupner HBS 860 für die Taumelscheibe entschieden. Die Servos hatte ich schon in diversen 700er und sie haben wirklich eine geniale Leistung für wenig Geld. Allerdings sollte man sie nur mit einem Kondensator am FBL betreiben, weil sie für hohe Rückströme bekannt sind. Bei mir haben sie jedenfalls noch nie Probleme bereitet und im HV Setup fliegt sich der 700er deutlich knackiger. Am Heck arbeitet nach wie vor ein BK 7005. Der 2S Lipo hängt jetzt direkt am Microbeast und das 2 in 1 glüht jetzt nur noch.

Schwieriger war die Wahl eines HV Gas-Servos. Denn ein schnelles Heckservo muss ja mit der Standardfrequenz ansteuerbar sein, weil es am Gasausgang des FBL´s hängt. Hier kann man bekanntlich die Frequenz nicht ändern, so dass die meisten Heckservos stumpf die Arbeit verweigern. Trotzdem sollte das Servo schnell genug sein, um die entsprechenden Befehle des internen Reglers auch umsetzen zu können. Hier hab ich mit für das Graupner HBS 760 entschieden. Als Standardservo super schnell und erschwinglich, aber nur mit Karbonit-Getriebe und nicht ganz so kräftig, was hier natürlich nicht wichtig ist.

Ein weitere echte Hürde was das korrekte Setup´s des Failsafes auf dem Gasservo. Ich mußte den Gasweg umkehren, damit das Servo in die richtige Richtung steuert. Vorbildlich warnt meine DX9 mich und fordert mit zum neuen Binden des Empfängers auf, damit der Heli beim Verlust des Signal nicht mit Vollgas auf und davon fliegt. Beim Verbrenner ein wirklich wichtiger Punkt. Aber genau das war nicht möglich. Beharrlich ging das Gasservo nach dem Ausschalten des DX9 auf Vollgas. Nach etlichen Stunden und Recherche im Internet hab ich dann dieses Video im Netzt gefunden. Das Failsafesetup wird im Microbeast selbst bei der Programmierung auf das SRXL oder andere Protokolle festgelegt. Eigentlich auch logisch 🙂

Gestern war es kalt aber sonnig und windstill. Und siehe da, die Mühe und die Beharrlichkeit haben sich gelohnt. Der Motor Luft jetzt wie eine 1, das Heck läuft seidenweich und rastet sauber ein. Nur noch Tanken und fliegen! Der Sound, das dynamische Feeling auf Pitch und die Rauchfahne sind einfach genial…..

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Nitro Heli die 3.

Ich geb nicht auf. Ich hatte günstig bei RC Markt einen Trex 700n DFC als Crashprojekt mit einem OS 91 HZ-R, Hatori Dämpfer und sogar neuer Haube erstanden. Zugegeben der Heli war ganz schön fertig und verbastelt, aber der Motor war noch sehr gut und allein schon das Geld wert. Als absoluter Nitro-Rookie konnte das Abendteuer also beginnen.

Meine ersten Erfahrungen und Probleme könnt ihr hier nachlesen:

https://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=257915

https://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=258913

Nach 3 mal Bodenberührung und etliche hundert Euro ärmer wollte ich das Projekt schon begraben, aber die Nitro-Nummer hat mich wirklich angefixt. Und unter dem Weihnachtsbaum lag dann auch noch ein Goblin 700 Black Nitro mit 105 HZ-R :-). OK , aber bevor der in die Luft geht muss die andere Kiste erstmal sicher fliegen (was letztendlich die günstigere Variante ist). Und genau das ist der Reiz für mich am Nitro Heli. Es gibt unendlich viel zu entdecken, es ist alles deutlich komplexer und es kribbelt wieder beim Fliegen 🙂

OK nach 3 Crash fangen wir diesmal ganz von vorne an. Ich werde den Baubericht bei RC-Heli veröffentlichen, so können mich Nitro-erfahrene Piloten vor weiteren Fehler bewahren!

Es geht los mit dem Tank ( der alte war geplatzt). Und hier schon die erste Frage. Sollte man das Pendel zusätzlich mit Draht oder Kabelbinder sichern?

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Mein Nitro, dass unbekannte Gewesen

So, ich hatte ja bereits in dem Beitrag “Os 91 HZR läuft” nicht gut von meinen ersten Nitro Heli Erfahrungen berichtet. OK mit eurer Hilfe lief die Kiste dann endlich und für ein aufgekauftes Crash-Projekt richtig gut. Selbst knackige TicTocs und Nitro NoGo Pitchmanöver hat die Kiste dann locker weggesteckt. Der Motor lief bei 20% mit VL 1,75 und ML 2 super. Leider wurde dem Heli dann ein ausgelutschtes Heck zum Verhängnis. Die kleinen Plastikarme von der Pitchbrücke zum Heckrotor waren total ausgelutscht. Dadurch hat es bei einem Piroflip die Pitchbrücke “durchgedrückt” und das Heck hat blockiert. Für Auro oder einfach nur Rettungsmodus ziehen war ich zu tief (mal wieder ein Beweis das die Rettungsnummer im Ernstfall Käse und ab einem gewissen Level überflüssig ist).

Trotzdem hat mich die Nitronummer nicht los gelassen. Neue Teile bestellt und den Heli nochmal ganz neu aufgebaut. Diesmal alles raus geschmissen, was verdächtig aussah. OK heute auf den Acker und ätschebätsch. Motor geht schon im Stand aus. Immer wenn ich etwas Gas gegeben Luftblasen die vom Motor kommen und aus die Maus.

Zuerst hatte ich den Durchmesser des neuen Kraftstoffschlauchs im Verdacht (der war etwas kleiner dafür robuster). Nun gut ausgetauscht und mit etwas mehr Durchmesser innen, jetzt ging es schon etwas besser. Aber immer noch ne glatte 6. Nochmal die Anleitung studiert und siehe da der Schlauch vom Kurbelgehäuse bis zum Rückschlagventil sollte 10 cm betragen. Meiner hatte jetzt 9cm, weil ich die Leitung effektiver verlegt hatte. Nun gut auf 10 verlängert, aber nur bedingte Verbesserung. Dann nochmal auf 15cm und Bingo, alles wie früher.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail