JSM Xcalibur Plus und pneumatisches Fahrwerk: Da sind die Bugs

Letztes Wochenende hatte ich ja das Rollout mit meines ersten Jet-Trainers X-Calibur plus. Leider haben wir hier oben über Pfingsten schlechtes Wetter und zu viel Wind, so dass ich mich gestern den letzten Problemen des Jets widmen konnte. Zum Glück, denn ich habe beim pneumatischen Fahrwerk gleich 3 echte Killer Bugs gefunden. Und ein Fahrwerk, was nur teilweise ausfährt, bedeutet definitiv Beulen am neuen Flieger und geht nicht immer so glimpflich aus, wie in diesem Fall 🙂

Das “Stock” Fahrwerk F-JSMLG/LRGTRIKE von Ripmax, macht einen sehr guten und hochwertigen Eindruck. Auch die mitgelieferten mechanischen Ventile funktionieren mit zwei Standard-Servos tadellos. Die 3mm Druckleitung sind ausreichend und der Serien-Drucktank mit ca. 120ml, gefüllt bis ca. 8bar, reicht für 6-8 Aktionen aus, bis der Druck auf 3-4bar abgefallen ist und das Fahrwerk nur noch mit Mühe einfährt. Ergänzt habe ich den pneumatischen Kreislauf mit zwei Festo Druckanzeigen und je einer Schnellkupplungen von Jautsch (Kupplungsstecker nicht vergessen!). Beide Kreisläufe für Fahrwerk und Bremse sind getrennt, um die Anzahl der Verbindungen so gering wie möglich zu halten. Die Bremse sollte man auf jeden Fall einbauen, selbst auf der Wiese rollt der Flieger endlos weiter. Mein Bedenken, die Bremskraft ist zu hoch, hat sich nicht bestätigt. Der Flieger kommt sanft zum Stehen. Bei mir liegen die Tanks rechts und links neben dem vorderen Fahrwerksbein. Wer Lust auf Fummelkram hat, kann auch die Tanks noch weiter vorne einbauen. Damit bekommt man noch ein paar Gramm nach vorne. Aber Gande demjenigen, der hinterher hier noch was korrigieren muss. Da das Gewicht und der Schwerpunkt per se kein Problem darstellt, sollte man sich gut überlegen, ob man sich das antut.

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Anlass für die Suche war ein etwas schwergängiges Fahrwerksbein, was deutlich verzögerter als die anderen ausklappte. Auch Silikonspray verbesserte die Funktion nicht. Nervig, denn bei der Montage funktionierte alles perfekt. Jetzt im fertigen Modell ist sowohl die Fehlersuche als auch die Demontage die Hölle. Hier schon mal ein Tip: Plant bei der Länge der Schläuche ruhig etwas Reserve-Länge ein, so dass ihr die Fahrwerke bequem raus und rein bekommt. Ich hab natürlich alles ganz präzise und ohne Überlänge verlegt. Das mach ich nie wieder 🙂

IMG_6211Also half nur ein Seitenschneider um das Fahrwerk raus zu bekommen (Details über den Krampf die Schläuche wieder rauf zu bekommen, erspare ich euch). Und siehe da, die Senkschrauben an der Achse des Fahrwerksbeins hatten sich gelöst. Und das bei allen 3 Fahrwerksbeinen. Ich hatte zwar alle Schrauben mit Loctite im Vorfeld gesichert. Die hatte ich aber anscheinend vergessen! Der Teufel liegt ja bekanntlich im Detail. Trotzdem lief das vordere Fahrwerksbein immer noch mit Verzögerung ein. Jetzt muss man genau hinschauen! Der Zylinder hebt und senkt sich ein paar Millimeter beim Ein und Ausfahren. Auch hier rächt sich der Perfektionismus! Wer ein 3mm passendes Loch in den Fahrwerkschacht bohrt, sorgt dafür, dass der Schlauch abgeknickt wird. Es dauert also ein paar Sekunden bis die Druckluft durch kann. Wie lange der Schlauch das aushält ist fraglich? Außerdem sollten sie Seile der Fahrwerkssteuerung nicht zu stramm sein, sonst verhakt sich der Bolzen.

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Ein weiteres Verhängnisvolles Detail ist der Bolzen des schleppenden Fahrwerks. Durch das viele Einklappen des Fahrwerks wird dieser regelrecht raus geschlagen! Der Bolzen geht nur stramm mit der Zange rein, man wundert sich also was für Kräfte da walten.

Nach einem Rollout nicht gleich Durchzustarten, sondern noch mal zurück auf die Werkbank zu gehen, hat sich also auch in meinem Fall bewährt. Pneumatische Fahrwerke werden ja nicht um sonst verflucht. Ihr seit also herzlich eingeladen, meinen Beitrag zu kommentieren oder mit weiteren Tips zu ergänzen.

kkolli

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